
Blutdruck im Alltag stabil halten
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Viele Menschen mit niedrigem Blutdruck kennen das Gefühl: Beim Aufstehen wird es kurz schwarz vor Augen, die Konzentration lässt nach, und am Nachmittag macht sich Müdigkeit breit.
Der Kreislauf lässt sich mit ein paar einfachen Gewohnheiten im Alltag spürbar unterstützen. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Stellschrauben zusammen.
Warum der Kreislauf im Alltag schwächelt
Bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie) arbeitet der Kreislauf von Natur aus näher an seiner Untergrenze. Das ist an sich keine Krankheit, wird aber dann spürbar, wenn der Körper den Druck schnell nachregeln muss und dabei zu langsam ist.
Besonders in drei Alltagssituationen macht sich das bemerkbar: beim schnellen Aufstehen, wenn kurzzeitig Blut in den Beinen versackt; bei Hitze, weil sich die Gefäße weiten und der Druck zusätzlich sinkt; und nach langem Sitzen oder Stehen, wenn die Muskelpumpe der Beine kaum aktiv ist. Typische Folgen sind kurzer Schwindel, Flimmern vor den Augen, Konzentrationstiefs und Nachmittagsmüdigkeit.
Vier einfache Gewohnheiten
Sie brauchen dafür keine großen Umstellungen. Diese vier Gewohnheiten stützen den Kreislauf zuverlässig und lassen sich problemlos in den Tag einbauen.
- Ausreichend trinken und auf eine angemessene Salzzufuhr achten. Etwa 1,5 bis 2 Liter über den Tag verteilt halten das Blutvolumen stabil; eine moderate Salzmenge unterstützt die Volumenregulation. Bei Nieren- oder Herzerkrankungen die Wasser- und Salzmenge vorher ärztlich abstimmen.
- Regelmäßige, moderate Bewegung in den Tag einbauen. Schon zügiges Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen trainiert die Gefäße und verbessert die Kreislaufregulation, besser als seltene, intensive Einheiten.
- Den Kreislauf mit Wechselduschen anregen. Der Wechsel von warm auf kalt, mit kaltem Abschluss an den Beinen, trainiert die Gefäße, schnell zu reagieren. Ein kurzer kalter Guss am Morgen bringt den Kreislauf in Schwung.
- Langsam und bewusst aus dem Liegen oder Sitzen aufstehen. Erst aufsetzen, kurz warten, die Beine bewegen und die Waden anspannen, dann aufstehen. So bleibt dem Kreislauf Zeit, den Druck nachzuregeln.
Wann zum Arzt?
Ein von Natur aus niedriger Blutdruck ist meist harmlos. Ärztlich abklären lassen sollten Sie Ihre Beschwerden aber, wenn der Schwindel neu auftritt, sehr stark ist, zu Ohnmacht führt oder von Symptomen wie Brustschmerz, Atemnot oder Herzstolpern begleitet wird. Auch wenn die Beschwerden trotz der genannten Gewohnheiten anhalten, lohnt sich ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung.
Hilft akut bei Schwindel und Kreislaufschwäche
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich bei niedrigem Blutdruck trinken?
Als grobe Orientierung gelten rund 1,5 bis 2 Liter über den Tag verteilt. Ausreichend Flüssigkeit hält das Blutvolumen stabil. Sprechen Sie die für Sie passende Menge mit Ihrem Arzt ab.
Hilft Bewegung bei niedrigem Blutdruck?
Ja. Regelmäßige, moderate Bewegung trainiert die Gefäße und verbessert die Kreislaufregulation. Schon zügiges Spazierengehen oder Wechselduschen können einen Unterschied machen.
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Hergestellt in Deutschland
Quellen & Hinweise
- • Deutsche medizinische Fachliteratur zu Hypotonie und Kreislaufregulation
- • ¹ Schandry R. et al. Z Phytotherapie 2023;44(02):72–77
- • ² Bose B. et al. Z Phytotherapie 2011;32:S1
- • ³ Kroll M. et al. Phytomedicine 2005;12(6–7):395–402
- • ⁴ Csupor D. et al. Phytomedicine 2019;63:152984
- • Medizinisch geprüft durch Medizinischer Redakteur · Letzte Prüfung: 30. Juni 2026