
Vasovagale Synkope & Kreislaufkollaps
Eine vasovagale Synkope ist die häufigste Form der kurzen Ohnmacht: Ein Reflex lässt Herzschlag und Blutdruck plötzlich absacken, das Gehirn wird kurz unterversorgt, und man wird bewusstlos. So erschreckend das ist, in den meisten Fällen ist es harmlos und gut beherrschbar, wenn man die Warnzeichen kennt.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie der vasovagale Reflex funktioniert, welche Trigger typisch sind, an welchen Vorboten (Prodromi) Sie eine drohende Ohnmacht erkennen und wie Sie im Akutfall richtig handeln.
Verfasst von der Robugen Gesundheitsredaktion · Geprüft von Dr. Friedrich Mai · am 20. Juni 2026
Was ist eine vasovagale Synkope?
Als Synkope bezeichnet man eine kurze, vorübergehende Bewusstlosigkeit infolge einer kurzzeitigen Minderdurchblutung des Gehirns. Die vasovagale (auch: neurokardiogene oder reflektorische) Synkope ist die mit Abstand häufigste Form.
Auslöser ist ein fehlgeleiteter Reflex über den Vagusnerv: Er drosselt schlagartig die Herzfrequenz und weitet gleichzeitig die Blutgefäße. Beides zusammen lässt den Blutdruck abstürzen, das Gehirn wird für einige Sekunden unterversorgt, und es kommt zur Ohnmacht. Sobald die betroffene Person liegt, fließt das Blut wieder zum Kopf, und das Bewusstsein kehrt meist rasch zurück.
Typische Trigger
Der Reflex wird häufig durch bestimmte Situationen ausgelöst:
- Langes Stehen, besonders in Hitze oder in vollen, stickigen Räumen
- Schmerz, Schreck oder starke Emotionen (z. B. Blutabnahme, Anblick von Blut)
- Pressen beim Toilettengang oder schweres Heben
- Schneller Lagewechsel und Flüssigkeitsmangel
- Großer Hunger oder Erschöpfung
Die Vorboten erkennen (Prodromi)
Eine vasovagale Synkope kündigt sich oft Sekunden bis Minuten vorher an. Diese Prodromi sind Ihr wichtigstes Warnsignal:
- Schwindel und Benommenheit
- Blässe und kalter Schweiß
- Übelkeit
- Ohrensausen, „Tunnelblick” oder Schwarzwerden vor den Augen
- Wärmegefühl, Gähnen, plötzliche Schwäche
Richtig handeln im Akutfall
Wenn Sie selbst Vorboten spüren
- Sofort hinsetzen oder hinlegen, Beine hochlagern
- Gegenmanöver anwenden: Bein-, Gesäß- und Armmuskeln kräftig anspannen, Beine überkreuzen und anspannen, Hände ineinander haken und auseinanderziehen
- Für frische Luft sorgen, beengende Kleidung lockern
Wenn jemand in Ihrer Nähe kollabiert
- Person flach hinlegen, Beine hochlagern
- Auf Atmung und Ansprechbarkeit achten
- Kehrt das Bewusstsein nicht innerhalb kürzester Zeit zurück, fehlt die Atmung oder kommt es zu Krämpfen oder Verletzungen: Notruf 112
Vorbeugen im Alltag
- Auf ausreichende Flüssigkeits- und Salzzufuhr achten (sofern ärztlich nichts dagegen spricht)
- Bekannte Trigger meiden bzw. sich frühzeitig hinsetzen
- Langes, regloses Stehen vermeiden; zwischendurch die Wadenmuskeln aktivieren
- Bei wiederkehrenden Episoden die Gegenmanöver gezielt üben
Wann KORODIN® eine Option ist
Liegt den Kreislaufbeschwerden ein ärztlich festgestellter niedriger oder orthostatischer Blutdruck zugrunde, kann eine ergänzende Unterstützung der Kreislaufregulation sinnvoll sein. KORODIN® Herz-Kreislauf-Tropfen enthalten die mehrfach klinisch untersuchte Kombination aus D-Campher und Weißdorn. KORODIN® ist bei niedrigem Blutdruck angezeigt und ersetzt nicht die ärztliche Abklärung wiederkehrender Ohnmachtsanfälle.
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Häufige Fragen
Ist eine vasovagale Synkope gefährlich?
Die Ohnmacht selbst ist meist harmlos und der Kreislauf erholt sich rasch von allein. Die größte Gefahr geht von Sturzverletzungen aus. Wichtig ist dennoch eine erstmalige ärztliche Abklärung, um seltenere, ernstere Ohnmachtsursachen (z. B. Herzrhythmusstörungen) auszuschließen.
Was kann ich tun, wenn ich merke, dass ich gleich ohnmächtig werde?
Setzen oder legen Sie sich sofort hin und lagern Sie die Beine hoch, damit das Blut zum Gehirn zurückfließt. Hilfreich sind außerdem Gegenmanöver wie das kräftige Anspannen von Bein-, Gesäß- und Armmuskulatur oder das Verschränken und Anspannen der Beine. So lässt sich eine Ohnmacht oft noch abwenden.
Wie unterscheidet sich eine vasovagale Synkope von orthostatischem Schwindel?
Orthostatischer Schwindel entsteht typischerweise beim Aufstehen durch einen Blutdruckabfall und bessert sich meist rasch wieder. Bei einer vasovagalen Synkope löst ein Reflex, oft durch Schmerz, Schreck, langes Stehen oder Hitze, einen stärkeren Abfall von Puls und Blutdruck bis zur kurzen Bewusstlosigkeit aus. Eine ärztliche Einordnung ist sinnvoll.
Weiterführende Informationen
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Schnelle Wirkung
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Sicherheit
gut verträglich
Verfügbarkeit
rezeptfrei
Qualität
Hergestellt in Deutschland
Quellen
- • European Society of Cardiology – Guidelines for the diagnosis and management of syncope
- • Deutsche Gesellschaft für Neurologie – Leitlinien zu Synkopen und Schwindel
- • ¹ Schandry R. et al. Z Phytotherapie 2023;44(02):72–77
- • ² Bose B. et al. Z Phytotherapie 2011;32:S1
- • ³ Kroll M. et al. Phytomedicine 2005;12(6–7):395–402
- • ⁴ Csupor D. et al. Phytomedicine 2019;63:152984